Der Fuß - Ein Wunder der Natur
Der Fuß ist ein anatomisches Wunder. Mit 26 Knochen, einer Vielzahl von Gelenken, über 100 Muskeln und Bändern, Sehnen, Bindegeweben kommt ihm eine tragende Rolle zu.
Der Fuß besteht aus Zehen, Mittelfuß, Fußwurzel und Rückfuß. In den Füßen befinden sich fast ein Viertel der Knochen des menschlichen Körpers.
Die Fußmuskulatur hat die Aufgabe, die Bewegungen des Fußes auszuführen und wird in die Gruppe der kurzen und langen Fußmuskeln unterteilt. Die kurzen Fußmuskeln befinden sich am Fußskelett. Die langen Fußmuskeln liegen am Unterschenkel und übertragen ihre Kraft durch Sehnen auf die Fußknochen.
Das Fußgewölbe wird durch die Fußmuskulatur aktiv gespannt und durch Bänder passiv aufrechterhalten. Zu unterscheiden sind die Längs- und Quergewölbe des Fußes, deren einwandfreie Funktion von großer Bedeutung ist. Einigen Erkrankungen des Fußes liegt ein Absinken des Fußgewölbes zugrunde.
Die Fußsohle lässt sich in Bereiche unterteilen, die auch in einer Trittspur im Sand zu erkennen sind: Ferse, Fußaußenrand, Bereich des Längsgewölbes, Fußballen mit Zehenballen unter den Grundgelenken der Zehen. Dabei hat nicht die gesamte Fußsohle Bodenkontakt. Der Bereich des Fußinnenrandes liegt beim gesunden Fuß nicht auf.
Eine wichtige Rolle kommt den Rezeptoren der Fußsohlen zu. Die für eine effektive Bewegungskontrolle so wichtigen Informationen über Bodenbeschaffenheit, Neigung und Temperatur werden von den Rezeptoren über das Nervensystem an das Gehirn übermittelt. Die Rezeptoren haben an der Bewegungskoordination einen ebenso großen Anteil wie das Gleichgewichtssystem. Diese Selbstwahrnehmung wird in der Medizin Propriozeption genannt. Sie entwickelt sich bereits in der frühen Kindheit und wird bis zum Wachstumsende immer weiter verfeinert.
Nur bei wenigen Menschen findet sich heute noch eine völlig ungestörte Übermittlung der Informationen. Das Resultat sind Beschwerden im Haltungs- und Bewegungsapparat.

